wettbewerb freie universität bozen

ausloberlandesverwaltung der provinz bozen-südtirol
architektfritz haller architekt bsa, ch-4502 solothurn
projektbearbeitungkurt breiter, christian müller
wettbewerb 1998
visiondie schulen werden nicht mehr schulen sein. sie sind kommunikationsknoten eines globalen netzwerkes von beziehungen und daten, in denen die menschen jeglichen wissensstandes und ranges im rahmen ihrer möglichkeiten agieren und neue werte erzeugen. in diesen knoten sind die einrichtungen zum begegnen und kennenlernen. kommunikation ist die voraussetzung zu erfolgreichem wirken. es wird keine stationären arbeitsplätze geben. es wird nur noch umgebungen geben, die man aufsucht und verlässt, um wiederum neue aufzusuchen und zu verlassen.
projektideezwei identische, viergeschossige bauvolumen mit quadratischer grundfläche und eine unterirdisch angeordnete sporthalle werden in die historische bebauung eingefügt. neu- und altbauten der universität sind mit brücken und verbindungsgängen im untergeschoss miteinander verbunden. das wechselspiel der markanten neubauten mit der historischen bausubstanz verleiht dem ort eine neue identität. es entstehen verschiedenartig nutzbare aussenräume. die universität wird zum ort der begegnung. das projekt besticht durch seine klarheit und präzision. es zeigt, dass sich die einfachen volumen der systembauten auch im städtischen umfeld behaupten können
gesamtbaukastendie neubauten sind gebaut nach den regeln eines gesamtbaukastens. trennwände können einfach und rasch umgesetzt werden. die installationssysteme sind jederzeit zugänglich. die dargestellten grundrisse sind eine mögliche momentaufnahme eines sich wandelnden systems. der neubau ist ein sonderfall des umbaus. der hohe standardisierungsgrad der bauteile erlaubt eine sehr rasche planung und ausführung. der layout der grundrisse kann von den nutzern während oder nach der fertigstellung der baustruktur bestimmt werden. die wandelbarkeit ermöglicht eine problemlose umnutzung der neubauten, besonders auch während der aufbauphase der universität.
wirtschaftlichkeit und ökologiedie neubauten sind sehr kompakt und deshalb wirtschaftlich in erstellung, betrieb, unterhalt und energieverbrauch. sie werden mechanisch belüftet. kippflügel dienen zur stosslüftung und nachtauskühlung im sommer. die wärme der abluft wird mit wärmetauschern zurückgewonnen. die oberlichter sind kombiniert mit solarzellen. die enegieflüsse werden vom gebäudeleitsystem laufend kontrolliert und optimiert.